Freiwillige Feuerwehr Moosbach

Zusammenstellung, Satz und Gestaltung von Peter Garreiss

16.05.1875 Gründung:

An der Gründung der Moosbacher Feuerwehr war die Moosbacher Lehrerschaft maßgeblich beteiligt Johann Paul kam aus Lupburg und war vom 01.10.1872 bis zu seiner Pensionierung am 01.04.1895 Lehrer an der Volksschule in Moosbach. Er führte die Feuerwehr durch die schwere Anfangsphase ihrer Gründung.

 

Erste Vorstandschaft:

Vorstand Johann Paul, Schullehrer

Hauptmann Georg Bauridl, Kaufmann

Adjundant Josef Kellermann, Bäcker

Spritzenmeister Karl Greßmann, Gutsbesitzer von Burgrestwitz

Schriftführer Josef Fröhlich, Schulgehilfe

Mitglieder im Gründungsjahr:

1876:

Der erste Hauptmann der Vereinsgeschichte und Kauffmann Georg Bauridl sowie der Schleifwerkbesitzer Anton Hanauer aus Burgschleif spendierten der Wehr zu ihrer Gründung ein Trinkhorn, in dem die Namen der beiden eingraviert sind. Das Trinkhorn wird noch heute von den Feuerwehrleuten bei Festzügen mit Bier oder Wein gefüllt und in Ehren gehalten.

1877:

Zwei Jahre nach der Gründung der Feuerwehr schreibt das Bezirksamt am 16.11.1877 an die Gemeinde Moosbach:

„Sehr anerkennenswert sind die Leistungen der Gemeinde Moosbach und der dortigen freiwilligen Feuerwehr für das Feuerlöschwesen. Die angeschaffte Feuerspritze aus der Magirus’schen Fabrik in Ulm entspricht allen Anforderungen und ist derselben die größte Aufmerksamkeit und Schutz gegen Verderbnis zuzuwenden. Insbesondere wird die Leistung der Feuerwehr, welche aus Vereinsmitteln Schläuche für die Feuerspritze zu 31 Metern Länge anschaffte, rühmend gewürdigt, was die Marktgemeindeverwaltung veranlassen wird, dem so wohltätig wirkenden Institut der Feuerwehr stets das größte Wohlwollen zu bewahren.“

1882 – 14.09.1882:

Anlässlich der Gemeindevisitation am 14.09.1882 weißt das Bezirksamt auf den Bau eines Gerätehauses hin:

„Es wird nicht mehr zu umgehen sein, für die beiden Feuerspritzen, die Schubleiter und die Schläuche ein eigenes Feuerwehrhäuschen herstellen zu lassen, wenn nicht die Spritzen und die Schläuche ihren baldigen Verderben entgegen gehen sollen.“

Die Gemeinde entgegnete am 14.10.1882:

„Es ist der Gemeinde bei dem gegenwärtigen Schuldenstand absolut nicht möglich für ein neues Gerätehaus die Mittel aufzubringen.“

1888:

Das Bezirksamt mahnt die Beschaffung weiterer Schläuche an. Der Mauerer Michael Wagner und der Zimmermann Sebastian Schötz werden zu Feuerbeschauern bestellt. Sie erhalten eine Jahresentschädigung von je 5 Mark. Die Feuerstellen wurden zweimal jährlich durch die Feuerbeschauer kontrolliert.

1889:

Verzeichnis über die vorhandenen Feuerlöschgeräte in der Marktgemeinde Moosbach

  • 2 Feuerspritzen
  • 1 Schubleiter
  • 3 Papageileitern
  • 1 Dachleiter mit Hacke
  • 1 Firsthackenleiter
  • 2 Dachleitern mit 4 Dachhacken

Die neue Feuerspritze mit sammt den Geräten sind im hiesigen Rathaus untergebracht. Die Schubleiter befindet sich im Pfarrhofstadel. Die alte Feuerspritze ist in der Schupfe des Schmiedes Wenzel Selch aufbewahrt. (Moosbach, 07.06.1889)

1890:

08.07.1890: Die Gemeindevisitation vom 08.07.1890 erbringt beim Feuerlöschwesen folgende Beanstandung:

„Ein Feuerlöschplan mindestens 1:1000 nach dem von dem unfertigten Amtsvorstande angegebenen Muster ist im Benehmen mit dem Amtstechniker Deninger während des kommenden Winters anfertigen zu lassen und ist der Vollzug bis 01.05.1891 anzuzeigen.“

22.09.1890: Neun Mark erhielten neun fleißige Feuerwehrleute für die Nachtwache beim Brand im Anwesen Wolfgang Kemnitzer in der Burgtreswitzer Straße.

1892:

18.04.1892: Gemeinderatsbeschluss:

„Es soll eine kleine Spritze angekauft werden. Die alte Spritze wird verkauft. Um einen Zuschuss soll nachgesucht werden. 45 Meter Schläuche sind anzukaufen.“

Die Spritze aus dem Jahre 1892 steht heute noch im Gerätehaus!

1843:

13.06.1843:

Beginn der Tagesübungen wird ab 18.09.1893 auf 12Uhr Mittags und die Nachtübungen auf 20:30Uhr festgelegt. Auf die Kosten der Feuerwehr werden Normalgewinde beschafft.

„An die Marktverwaltung wird das freundliche Ansuchen gestellt, dass die Gemeindeweiher für das nächste Jahr nicht mehr verpachtet werden sollten, da der Marktweiher zum Zwecke von Löscharbeiten nicht mehr brauchbar ist. Derselbe sollte das nächste Jahr gereinigt werden, und der Ziegelweiher im Falle eines Brandes ganz zu Löschzwecken verwendet werden.“

1893 wurde endlich der Bau eines neuen Gerätehauses in Holzbauweise in Angriff genommen. Am 25.06.1893 traf der Gemeinderat folgenden wichtigen Beschluss:

„Auf heute wurde Termin zur Versteigerung des zu erbauenden Requisitenhauses zur Unterbringung der Feuerspritzen und Geräte anberaumt. Das Gebäude muß 9m lang, 3m hoch und 6,20m breit sein. Die unteren Geschwellen müssen 20cm, die Balken im Abschnitt müssen 17 und 20cm messen. Gesparren 9 und 10cm. 12 Säulen zu 20cm. Die Thurmsäulen müssen von unten 8 Meter lang sein. 3 Thore mit je 2 Flügeln.  Das Gebäude muß mit Brettern in der Stärke von 2cm und mit Latten versehen werden, die Bretter müssen gesäumt sein, die Latten müssen gefast werden. 1 Thor muß ein Schloss, die anderen 2 Thoren müssen mit Klammern versehen werden. Am Thurm muß ein Laden angebracht. Der Thurm muss 1,50m lichte Weite haben. In den Thurm muß eine Haspel angebracht werden zum Schläuche aufhängen. Das nötige Holz und Bretter hat der Steigerer beizuschaffen. Das Fahren des Holzes und der Bretter übernimmt die Marktgemeinde.

Die Rechnung wird nach der Abnahme des Gebäudes bezahlt und zwar die erste Hälfte, wenn das Gebäude richtig hergestellt ist und die zweite Hälfte zum neuen Jahr. Das Gebäude muß innerhalb 5 Wochen vollständig hergestellt sein. Der Aufwurfspreis: 600Mark. Das Mindestgebot legte Johann Gall mit 397 Mark und 50 Pfenning vor, welchem es zugeschlagen wurde.“

24.09.1893:

Für 01.10.1893 um 15Uhr wird eine Übung mit sämtlichen Gerätschaften bzw. voller Ausrüstung nebst sämtlicher Pflichtfeuerwehr anberaumt.

Abends ab 18:30Uhr beginnt ein Ball für die hiesige Freiwillige Feuerwehr. Es werden auch die naheliegenden Feuerwehren höflichst eingeladen. Eintritt für Mitglieder 50 Pfenning, für Nichtmitglieder bzw. Fremde 1 Mark. Fremde müssen durch Mitglieder eingeführt werden. Sie haften für rechtswidriges Benehmen der Fremden. Die Musik bekommt für gut geleistete Arbeit 40 Mark. Ein evtl. Defizit trägt die Feuerwehrkasse so wie der Überschuß an dieselbe übergeht.

Im Herbst 1893 konnte die Feuerwehr in ihr neues Gerätehaus (Hauptstraße gegenüber Omnibus Fischer) einziehen.

Am 22.11.1893 verstarb der Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Moosbach und Kaufmann Georg Bauridl im Alter von nur 42 Jahren. Bauridl war seit der Gründung der Wehr im Jahre 1875, also 18 Jahre deren Hauptmann. Er war zudem seit 1887 erster Bürgermeister von Moosbach und Vorstand des Veteranen- und Kriegervereins.

1894:

In der Generalversammlung am 21.01.1894 wird Eduard Forster zum neuen Hauptmann gewählt. Ferner werden folgende Aufnahmegebühren beschlossen: 17 bis 25 Jahre: 50 Pfenning; 25 bis 30 Jahre 75 Pfenning; 30 bis 35 eine Mark; 35 bis 40 Jahre 1,50 Mark und von 40 bis 45 Jahren 3 Mark. Für ein verstorbenes Mitglied werden für Musik 7 Mark und für den Kranz 1 bis 1,50 Mark aus der Vereinskasse  bestritten. Schließlich wird beschlossen, dass 13 Helme und 10 wollene Gurte bei der Firma Magirus, Ulm angeschafft werden sollen. Schon am 03.05. 1894 wird aber mit Josef Dornisch ein neuer Hauptmann gewählt. Am 19.08.1894 wird Pfarrer Georg Hamperl zum Ehrenmitglied ernannt.

1895:

Der Kassenbestand in der Generalversammlung am 20.01.1895 beträgt 28 Mark und 29 Pfenninge. In derselben Versammlung Wolf Bodensteiner erneut zum Vorsitzenden gewählt. Bodensteiner ist nun schon seit 1880 in diesem Amt. Der Verschleiß an Hauptmännern war 1894/95 sehr groß, denn mit Michael Wagner wurde innerhalb eines Jahre schon der dritte Hauptmann gewählt. Adjundant wurde Josef Wiedl, Zugführer Martin Liegl, Franz Drexler und Franz Wiedl, Spritzenmeister Christof Selch und Georg Hierold; Rottenführer Michl Trottmann, Kassier Johann Eckert, Requisitenmeister Stefan Schmid und Turmwart Josef Steinberger. Das Vereinslokal blieb weiterhin bei Eduard Forster. In der Ausschußsitzung am 06.02.1895 wurden vier Sommerübungen festgelegt. Vereinsdiener Michael Wild erhielt ein Jahresgehalt von 10 Mark zugesprochen. Außerdem kann er den Feuerwehr-Turmgarten benützen. Für das Reinigen eines Schlauches wurden 2 Mark, für das Reinigen der Spritze jährlich 5 Mark festgelegt. Schriftführer Stefan Schmid erhält ein Jahresgehalt von 5 Mark. In der Generalversammlung am 11.08.1895 wurde die Anschaffung eines Mannschaftswagens beschlossen. Jedes Mitglied soll dazu eine freiwillige Gabe leisten.

1896:

Bei der Generalversammlung am 23.02.1896 sind nur 48 Mark und 31 Pfennige in der Feuerwehrkasse. Der Monatsbeitrag wird deshalb von 5 auf 10 Pfenning erhöht. Von der Gemeinde werden für das Putzen der Spritze jährlich 5 Mark für das Reinigen eines Schlauches 2 Mark verlangt. Am 09.11.1896 findet ein großer Vereinsball statt. 1896 wurde eine neue moderne Spritze gekauft. Im selben Jahr erhält die Wehr auch einen neuen Mannschaftswagen.

1897:

In der Ausschußsitzung am 02.01.1897 wurde beschlossen, „gegen den Strafbefehl des kgl. Amtsgerichts Vohenstrauß vom 27.12.1896 Protest einzulegen und die allenfallsigen Kosten aus der Feuerwehrkasse zu begleichen.“ Es ging dabei um die fehlende Genehmigung für den Kirchweihtanz im November 1896. Wie die Angelegenheit ausging ist nicht bekannt. Bei der Generalversammlung am 21.02.1897 wurde ein Kassenbestand von 179 Mark festgestellt. Zum Zugführer wurde Lorenz Scheuerer gewählt. Übungen wurden am 23. Mai, 27. Juni und 26. September abgehalten. Bei der ersten Übung hatte jedes freiwillige Mitglied seine Monturen und Ausrüstungsgegenstände vorzuzeigen. Zum Feuerwehrball am 21.11.1897 wurden eingeladen: Feuerwehren Gröbenstädt, Heumaden, Niederland, Etzgersrieth, Böhmischbruck, Burgtreswitz, Tröbes, Gaisheim; der Kriegerverein Moosbach sowie die Lehrer von Moosbach, Tröbes und Heumaden. Eintrittskarten wurden vom Vorstand, vom Hauptmann und von den Ausschußmitgliedern ausgegeben. Von der Buchdruckerei Stümpfler in Vohenstrauß wurden 100 Einladungskarten bestellt.

1898:

Bei der Generalversammlung am 30.01.1898 konnte Kassier Stefan Schmid einen Kassabestand von 196 Mark bekanntgeben. Die anwesenden 26 Mitglieder wählten folgende Vorstandschaft: Wolfgang Bodensteiner, 1. Vorstand, Michael Wagner, Hauptmann, Josef Wiedl, Adjundant. Zugführer wurden: Franz Wiedl, Lorenz Scheuerer, Bartholomäus Seiler, und Georg Huber. Die weiteren Mitglieder: Stefan Schmid, Requisitenmeister und Schriftführer, Johann Eckert, Kassier, Christoph Selch, 1. Spritzenmeister, Josef Steinberger und Franz Hierold als Rottenführer und Michael Schweigl als Turmwart. Vertrauensmänner wurden Josef Roßmann, Wolfgang Kemnitzer, Johann Schötz und Wolfgang Bernhard und Hornisten Elias Wild und Josef Ulrich. Auch damals schon achtete die Wehr auf Zinserträge, den am 13.02.1898 wurde beschlossen, dass 100 Mark bei der Kasse des Raiffeisen-Vereins angelegt werden sollen. Außerdem schaffte man 10 Schlauchbinden, 3 rote Schärpen mit Goldfransen, 50 Aufnahmekarten und für den Vorstand einen weißen Busch an. Vereinsdiener Michael Wild wurde in seinem Amt bestätigt.

An die Marktgemeinde wurde ein Zuschußantrag zur Beschaffung von je 20 Blousons, Gurten und Helmen gestellt. Aus der Feuerwehrkasse wurden 50 Mark dazu bereitgestellt. Bei der Inspektion am 10.07.1898 wurde das Rathaus am Marktplatz als Übungsobjekt angenommen. Mit Stefan Schmid starb am 01.08.1898 ein aktiver Feuerwehrmann im Alter von nur 41 Jahren. Er trat 1876 in die Wehr ein und war seit 1893 ein fleißiger Schriftführer und daneben noch Gerätewart. Am 14. August 1898 besuchte die Feuerwehr mit dem Fuhrwerk das Fest in Pullenrieth. Am 25. desselben Monats wurde zum 25 Jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Waldthurn gefahren. In einer weiten Generalversammlung im Jahre 1898 wurde Jakob Ziegler zum Zugführer, Josef Steinberger zum Requisitenmeister, Johann Steinberger zum Schriftführer sowie Johann Schweigl zum Rottenführer gewählt.

Gemeinderatsbeschluß vom 01.10.1898:

„Für die hiesige Freiwillige Feuerwehr werden 60 Meter Schläuche auf Kosten der Gemeinde angeschafft.“

Am 18.11.1898 verstarb Feuerwehrhauptmann Michael Wagner (Hacklmichlhaus an der Burgtreswitzer Straße) im Alter von nur 49 Jahren an Lungenentzündung. Die Feuerwehr nahm bei der Beerdigung am 20.11. Abschied von einem verdienten Feuerwehrmann, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte und im Zivilberuf als Schuhmacher und Tüncher seinen Unterhalt verdiente. Auch die Feuerwehren von Gröbenstädt, Burgtreswitz, Tröbes, Heumaden und Niederland waren anwesend. Vereinsdiener Wild bekam für die Einladung der Nachbarwehren eine Mark als Entschädigung.

1899:

In der Generalversammlung am 15.01.1899 wird Jakob Ziegler zum neuen Feuerwehrhauptmann gewählt. Die Bezirksfeuerwehrversammlung am 23. Juli wird mit dem Fuhrwerk besucht. Die Feuerwehr zahlt dafür 5 Mark. Für die Dekoration des Festwagens fällt nochmals 1 Mark an.

1900:

In den Generalversammlungen am 11.02. und 18.03.1900 sind so viele Mitglieder wie schon lange nicht mehr anwesend. Man beschließt das Gründungsfest am 15. Juli mit der Fahnenweihe zu verbinden. Dem Festkomitee gehören an: Anton Hanauer, Ambros Lorenz, Johann Lang, Josef Müllner jun., Eduard Forster, Wolfgang Bernhard, Christoph Weiß und Johann Müllner sowie sämtliche Ausschußmitglieder. Leider sind über den Verlauf des Festes keine Unterlagen mehr vorhanden. Der Kassenstand beträgt zu Beginn des Festjahres nur 78 Mark. Aber 400 Mark haben die Feuerwehrleute bei der Raiffeisenkasse als „eiserne Reserve“ angelegt. Das Festjahr endet mit einer großen Christbaumversteigerung am 26.12. Dazu wurden 1000 Lose angeschafft. Ein Komitee mit 1. Bürgermeister Müllner an der Spitze kümmert sich um die Beschaffung der Preise.

1901:

Das Jahr 1901 verlief sehr ruhig für die Moosbacher Wehr. Im September und November fanden Bälle statt. In der Versammlung am 07.11.1901 wurde der Schlossermeister Felix Schmidt als aktives Mitglied aufgenommen. Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft: Wolfgang Bodensteiner, Metzgereimeister; Lorenz Fischer, Glasschleifergeselle und Johann Forster; Gastwirt und Ökonom.

1902

Am 28.01.1902 wird das Anwesen Anton Hanauer (heute Friseur Wittmann) von einem Großbrand heimgesucht. Zur Generalversammlung am 16.03.1902 hatte man einen Kassastand von 135 Mark und 69 Pfenning zu verzeichnen. Mit 16 zu 14 Stimmen wurde der Monatsbeitrag auf 10 Pfenning festgesetzt. Das Gehalt der Vereinsdieners wurde von 10 auf 15 Mark erhöht, weil die Ernte im Feuerwehrgarten nicht so gut ausfiel. Die Marktgemeinde wurde gebeten, die alte Feuerspritze an die Wehr abzutreten. Die Bezirksregierung in Regensburg gewährte einen Zuschuß von 40 Mark zum Ankauf von Schläuchen.

1903:

Das kgl. Bezirksamt Vohenstrauss gibt am 05.11.1903 die Anweisung, die kleine Feuerspritze mit einer Staubdecke zu überdecken. 1903 beträgt der Mitgliedsbeitrag 10 Pfenning im Monat. Für 10 Stück Schlauchköpfe zahlte man 15,60 Mark an die Firma Jais.

1904:

Die Auschußwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorstand Wolfgang Bodensteiner; Kommandant Jakob Ziegler; Adjundant Josef Wiedl; Schriftführer Johann Steinberger; Kassier Johann Eckert; 1. Zugführer Bartl Seiler; 2. Zugführer Peter Hierold; 3. Zugführer Michl Seiler; 4. Zugführer Johann Lang. Der Vereinsbeitrag wurde mit 60 Pfenning festgesetzt. Außerdem kaufte man eine neue Sanitätstasche.

1905/1906:

Die Marktverwaltung wurde um den Kauf von 50 Meter Schläuchen gebeten. Am Sonntag, den 11.01.1906 mußten alle Feuerwehrmitglieder Ihre Ausrüstungsgegenstände wie Blusen, Helme, usw. im Rathaus vorzeigen. Wegen der unzureichenden Ausrüstung stellte die Wehr einen Antrag zum Kauf weiterer 100 Meter Schläuche. Die Marktgemeinde wurde angegangen, das Gerätehaus in einen „gehörigen Zustand“ zu setzen und die Leitern auszubessern. In der Mitgliederversammlung am 21.01.1906 wurde Adam Gissibl, Metzger zu Moosbach Nr. 38 zum neuen Vorstand der Feuerwehr Moosbach gewählt. Er wurde Nachfolger des 69-jährigen Wolfgang Bodensteiner (Zacherlwolf) Metzger Nr. 38, der die Wehr seit 1880, also 25 Jahre, mit viel Geschick führte und zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Josef Wiedl wurde zum Hauptmann gewählt. Er löste damit Jakob Ziegler ab, der seit 1899 diese Tätigkeit ausübte.

Am 09.06.1906 brannte es im Anwesen Michael Hierold (heute Gall, Brunnenstraße). Das Ausmaß dieses Brandes ist nicht bekannt. Die Feuerwehrleute Michael Decker, Michl Schweigl und Joseph Schmucker erhielten je 1 Mark für die Feuerwache.

Nach dem Gemeinderatsbeschluß vom 25.07.1906 wurde nach und nach mit der Eingleichung des Ortsweihers (Marktweiher) im unteren Ortsteil (Froschlou) begonnen. Er mußte Wohnhäusern weichen. Zur Verbesserung des Kassenstandes wurde am 12.11.1906 ein Kirchweihball abgehalten. Der Türmer Josef Strobl spielte auf. Eingeladen wurden der Verteranen- und Kriegerverein Moosbach, der Burschenverein Moosbach, die Feuerwehren Gröbenstädt, Niederland und Heumaden, sowie die Lehrer und sämtliche Persönlichkeiten.

.... <wird noch weiter vervollständigt>